Die Hausgans ist die europäische verwilderte Form der Graugans, seit mindestens der Bronzezeit vom Menschen gehalten und heute in vielen Stadtparks und Hofgewässern verbreitet. Sie ist kräftiger als ihre wilde Stammform und zeigt mehrere rassetypische Gefieder — die reinweiße Emdener Gans, die graue Toulouser, die scheckige Pommerngans und die kraus befiederte Lockengans (Sebastopol) — und kreuzt sich an gemeinsamen Gewässern frei mit Graugänsen.
Wenn eine 'Gans' am Parkteich reinweiß ist, sehr schwer mit ausgeprägtem Kehllappen oder ungewöhnlich aufrecht mit gelockten Federn, ist es eine Hausgans und keine Wildart.
Stark rassetypisch: Emdener Gans reinweiß mit orangem Schnabel und Läufen; Toulouser grau-braun wie eine Graugans, aber kräftiger und mit ausgeprägtem Kehllappen; Pommerngans gescheckt (weiß mit grauem Sattel); Lockengans (Sebastopol) weiß mit gekräuselten, gelockten Rücken- und Flankenfedern.
Den ganzen Tag aktiv
Stark sozial; Trupps von 10–50 Tieren sind an Parkteichen typisch, häufig mit verwilderten Enten und Graugänsen vergesellschaftet.
Kein eigentlicher Gesang; verpaarte Gänse rufen sich bei der Balz im Duett rollend zu.
Laute, weit tragende Trompeten- und Schnatterrufe; sehr ruffreudig bei Störung und historisch als Wachtier eingesetzt.
Geht in Stadtparks zutraulich auf Menschen zu, häufig mit Jungen, und schlägt bei jeder Störung lautstark Alarm.
Groß, weiß, glatte Schale, meist 5–10 Eier pro Gelege; Legerassen erreichen 50+ Eier pro Jahr.
Hausgänse werden in Europa seit mindestens der Bronzezeit gehalten und dienten den Römern als Wachtiere.
Durch gezielte Zucht hat sich das Körpergewicht gegenüber der Graugans mehr als verdoppelt — große Rassen erreichen 10 kg.
Mischtrupps an Parkteichen enthalten oft Hybriden mit fleckigem weiß-grauem Gefieder aus Kreuzungen mit Graugänsen.
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