Der Rußbülbül ist ein rußig-brauner Singvogel mit schwarzem, behaubtem Kopf, schuppig gemusterter Brust, weißem Bürzel und einem diagnostisch leuchtend roten Unterschwanzgefieder. Ursprünglich aus Südasien, ist er seit den 1980er Jahren auf den Kanarischen Inseln (Teneriffa) und lokal um Madrid als invasive Art etabliert und kann dort Gärten zulasten heimischer Vögel dominieren.
Auf Teneriffa ist die Kombination aus schwarzem behaubtem Kopf, schuppig braunem Körper und rotem Aufblitzen unter dem Schwanz unverwechselbar — kein einheimischer europäischer Bülbül zeigt diesen roten Unterschwanz.
Rußig-brauner Körper mit dunklerem (fast schwarzem) behaubtem Kopf, schuppigen, hell gerandeten Federn an Brust und Rücken, weißem Bürzel, dunklem Schwanz mit klarer weißer Spitze und leuchtend rotem Unterschwanzfleck.
Am besten morgens
Eng paargebunden; territorial an blühenden und fruchttragenden Bäumen in Gärten.
Ein kurzes, fröhliches Trällern flüssiger Töne; nicht sehr vielseitig im Vergleich zu heimischen Sängern.
Ein helles, wiederholtes 'pick-pick' oder 'ginger-beer'-Motiv, oft von erhöhter Sitzwarte vorgetragen.
Stellt im Sitzen auf Dächern oder Drähten den schwarzen Federbusch auf, wippt mit dem Schwanz und zeigt dabei den roten Unterschwanzfleck, begleitet von hellem 'pick-pick'.
Rosa-weiß mit rotbraunen Flecken am stumpfen Ende verdichtet, meist 2–4 Eier pro Gelege in einem kleinen Napfnest in einem Strauch.
Sie zählt zu den 100 schädlichsten invasiven gebietsfremden Arten der Welt — sie raubt Eier und Junge kleiner einheimischer Vögel.
Seit den 1980er Jahren auf Teneriffa nach Volierenfluchten etabliert; seit 2018 auch auf Fuerteventura brütend nachgewiesen.
Bülbüls verdauen Früchte sehr schnell und sind in ihrem Einbürgerungsgebiet wichtige Verbreiter invasiver Pflanzensamen.
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