Der Östliche Kuhreiher ist ein kleiner, weißer Reiher, der erst kürzlich vom Westlichen Kuhreiher abgetrennt wurde. Im Prachtkleid zeigt er ausgedehnte, satt goldgelbe Schmuckfedern an Kopf, Brust und Mantel — mehr und kräftiger gefärbte Partien als der Westliche Kuhreiher, wobei das Buff auch über Wangen und Kehle reicht. In Europa Ausnahmegast mit wenigen bestätigten Nachweisen, überwiegend aus den Küstenregionen Großbritanniens, der Niederlande, Dänemarks und Frankreichs.
Untersuche im Herbst Kuhreiher-Trupps auf Tiere mit auffallend kräftiger goldgelber Schmuckfedernpracht, die bis auf Wangen und Kehle reicht — und sichere die Bestimmung möglichst über Schnabel- und Tarsuslänge ab.
Insgesamt weiß mit satt goldgelben Schmuckfedern an Scheitel, Nacken, Brust und Mantel, die weiter über Kopf und Hals reichen als beim Westlichen Kuhreiher; Schnabel gelb, oft mit rosa Schnabelwurzel.
Am besten morgens
In Europa stets als Einzelvogel innerhalb von Westlichen-Kuhreiher-Trupps zu beobachten.
Kein Gesang.
Leiser, kehliger 'rick-rack'-Ruf, vor allem an Brutkolonien; sonst nahezu lautlos.
Begleitet Rinder, Pferde oder Traktoren und schnappt aufgescheuchte Heuschrecken und Käfer; im Flug schnelle, gleichmäßige Flügelschläge mit eingezogenem Hals.
Hellblau, oval, meist 2–7 Eier pro Gelege auf einer Reisigplattform in Baumkolonien.
In den großen Systematiken erst seit den 2010er Jahren als eigenständige Art geführt; einige Autoritäten stellen beide Kuhreiher heute in die Gattung Ardea.
Europäische Nachweise treten meist im Herbst nach Sturmwetterlagen auf, häufig in umherziehenden Trupps Westlicher Kuhreiher.
Das Verhalten gleicht dem des Westlichen Kuhreihers — die Vögel folgen weidenden Huftieren und greifen aufgescheuchte Insekten.
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