Der Blaue Pfau ist dank verwilderter und ornamentaler Bestände auf Schlossanlagen quer durch Europa der bekannteste Hühnervogel der Welt. Männchen zeigen einen schillernd metallblauen Kopf, Hals und Brust sowie eine riesige Schleppe aus Oberschwanzdecken mit Augenflecken, die fächerförmig zur Balz aufgestellt wird. Weibchen sind bräunlich, kleiner und tragen keine Schleppe. Weiße (leuzistische) und gescheckte Morphen sind in Freilandbeständen häufig.
Auf britischen oder kontinentalen Schlossrasen ist ein riesiger Vogel mit schillernd blauem Hals und einem Augenflecken-Fächer unverwechselbar; weiße Morphen sind leuzistische Blaue Pfauen, keine eigene Art.
Leuchtend metallisch blauer Kopf, Hals und Brust mit weißem Wangenfleck; schillernd grün-bronzene Schleppe bis 1,5 m lang mit 'Augen'-Ocellen; hoher fächerförmiger Federbusch mit kahlen Schäften.
Am besten morgens
Polygyn; Männchen verteidigen Balzplätze und sammeln in der Brutzeit kleine Harems von Weibchen.
Reihen wiederholter Klagerufe während der Balz, über einen Kilometer weit hörbar.
Lautes, weit tragendes 'may-au' oder 'pia-au', oft vor Regen und in der Abenddämmerung; Warnruf 'kok-kok-kok'.
Berühmte Schleppenfächer-Balz: Das Männchen stellt seine Oberschwanzdecken zu einem vibrierenden Fächer aus metallischen Augenflecken auf und dreht sich langsam vor anwesenden Weibchen.
Hell beige bis cremefarben, sehr groß (etwa 70 mm), meist 4–6 Eier pro Gelege in einer flachen Bodenmulde.
Die Augenflecken auf der Schleppe des Männchens sind keine echten Augen, sondern schillernde Federn zur Werbung; Weibchen wählen Partner mit mehr und symmetrischeren 'Augen'.
Blaue Pfauen werden in Europa mindestens seit der Römerzeit gehalten; viele verwilderte Bestände auf britischen Landsitzen sind jahrhundertealt.
Weiße Pfauen sind keine Albinos, sondern leuzistisch — ihre Gene bilden einfach keine Pigmente, und ihre Augen bleiben dunkel.
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